Struktursicherheit

Im W126 wurde eine ganze Reihe von kleinen – versteckten – Innovationen zur Verbesserung der passiven Sicherheit eingebaut. Manche erkennt man nie, andere erst wenn sie einen vor schweren Verletzungen bewahrt haben.

In den Armlehnen ist vorne ein Minipralltopf integriert – dieser absorbiert die Aufprallenergie im Falle einer Seitenkollision. So etwas hat heute kein Auto mehr – dafür aber einen sehr effektiven Seitenairbag.

Die Fussmatte ist mit energieabsorbierendem Schaumstoff/Styropor hinterschäumt – hierdurch werden im Falle einer starken Frontalkollision die Belastungen an den unteren Extremitäten stark reduziert.

Der Handschuhkasteneinsatz ist fest mit der Armaturenanlage verbunden – wird die Stirnwand stark deformiert, so knickt der hintere Teil an einer Sollbruchstelle ab und wird nicht ins Wageninnere gedrückt wo es schlimme Folgen haben würde.

Alle Holzverkleidungen im Innenraum die im Aufprallbereich der Passagiere liegen sind durch eine Aluminiumeinlage deformierbar und können nicht splittern und so zu lebensgefährlichen Dolchen werden. Siehe hierzu auch den PunktEdelhölzer„.

Die Zentralelektrik (Sicherungskasten) ist so angeordnet dass sie im Falle starker Vorbauverformungen ausweichen kann und nicht ins Wageninnere gedrückt wird und dort den Überlebensraum schmälern würde.

Auch der Lagertopf des Bremspedals ist nicht ohne Beachtung geblieben – so deformiert er sich bei starken Vorbauverformungen und knickt nach oben weg. Dies hat zur Folge das wenn sich die Pedale überhaupt bewegen, diese eine Schwenkbewegung zur Vorderwand hin ausführen und so nicht die unteren Extremitäten des Fahrers verletzen können.

Es gibt noch zig andere kleine und große Details die einen Mercedes sicherer als ein anderes Automobil machen – aber das würde hier den Rahmen sprengen. Zumal vieles hiervon heute bei weitem keine Selbstverständlichkeit ist oder nicht mehr ist.

Fotos: ©fuenfkommasechs.de & Daimler AG

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